Samui Thai Cuisine

 

Die Besitzer des Samui haben Räumlichkeiten und Einrichtung des ehemaligen 'Phuket' so belassen, wie sie waren - eine sehr gute Idee. Man fühlt sich schnell wohl zwischen Holzvertäfelungen und einigermaßen zurückhaltendem Thaikitsch an den Wänden.

  


Die hübschen und in kräftige Farben gekleideten Kellnerinnen agieren flott und höflich, für deutsche Verhältnisse vielleicht eine Spur zu unterwürfig. Das Bier aus der Flasche war zu warm, selbst im kalten Januar sollte man es nicht mit Zimmertemperatur servieren. Dafür überraschte der Ingwer-Tee in der Kanne, weil sich jemand die Mühe gemacht hatte, frischen Ingwer kleinzuhäckseln, in einen Papierfilter zu geben und zu überbrühen, statt nur einen billigen Fertigbeutel zu verwenden.

Wir haben im Januar 2013 einen Mittagstisch versucht. Zunächst erfreute uns die gelebte Flexibilität, denn als wir nicht die Tagessuppe, sondern statt dessen eine "Tom Ka Gai", eine Kokosmilchsuppe mit Hühnerfleisch, orderten, war das ohne Aufpreis problemlos möglich. Die Suppe kam bald an den Tisch und sollte das Highlight des Menüs werden: Ein genialer Aromenmix verzauberte die Zunge, die Hühnergrundlage wurde nicht vom Kokosgeschmack erschlagen, wie es sonst oft der Fall ist.

Hinzu kam frisches Zitronengras, Kardamom und etwas Chili, das zu einer angenehm scharfen Note dieser insgesamt bemerkenswert leichten Köstlichkeit beitrug. Zartes Hühnchenfleisch gehört dazu, hätte diese Suppe allerdings nicht gebraucht.

Eine glatte 2 als Schulnote gibt es für das rote Kokosmilch-Hühnerfleischcurry mit Gemüse, nicht spektakulär, aber wie versprochen ein wenig scharf (8,90 Euro, inkl. Suppe):

 


Weniger überzeugend fiel das "gebratene Entenfleisch mit Chili und Basilikum" (9,90 €) aus. Zwar kam auch dieser Teller ein wenig scharf daher, aber das Entenfleisch hatte man nicht scharf angebraten. Statt dessen lag es ziemlich labberig auf dem Teller, war aber immerhin zart. Letzteres mag einer zu langen Marinierung in salziger Lake (Soya?) geschuldet sein, das viele Salz erschlug zum Teil die feinen Aromen des grünen Pfeffers und des Basilikums:


Zum Nachtisch, 'Gebackene Eiscreme im Crepesteig mit Mandeln' und 'Kokoseis' gibt es nicht viel zu berichten - er sieht in beiden Fällen (je 4,90 €) nach mehr aus, als die Zunge dann bekommt. Zum Kokoseis gab es immerhin kleine, feste Geleewürfel aus Kokossaft, die schmeckten ziemlich originell und man konnte darauf schön herumknubbern. Die Mitesserin mochte sie nicht.

   

Das Vanille-Eis im Crepesteig war ausgesprochen fein und cremig, das Ganze aber schien in seiner überbordenden Zuckrigkeit mehr auf kindliche Gaumen zugeschnitten zu sein.

Wer in schönem Ambiente abseits der Billig-Chinesen Lust auf asiatische Küche hat, macht hier sicher nichts verkehrt.


 

Samui Thai Cuisine
Adolph-Schönfelder-Straße 33-35
22083 Hamburg

Telefon: 040-298 233 80
Fax: 040-2000 71 20

info@samui-restaurant.de

 
 
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